gefördert durch die
Groafschupper Platt Hochdeutsch – Plattdeutsch

Im Jahre 2009 hat der Groafschupper Plattproater Kring e.V. in Zusammenarbeit mit dem „Arbeitskreis Plattdeutsch“ des Landkreises Grafschaft Bentheim das erste Grafschafter Wörterbuch „Hochdeutsch-Platt- deutsch“ für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen herausgegeben.

Bereits kurz danach kam von interessierten Personen die Nachfrage nach einem Gegenstück: „Plattdeutsch- Hochdeutsch“. Ein sechsköpfi ges Team aus allen Teilen der Grafschaft hat nun rund vier Jahre lang, von 2013 bis 2017, über 4000 plattdeutsche Wörter zusammengetragen. Die plattdeutschen Wörter des oben aufgeführten Wörterbuches wurden wörtlich übernommen und durch viele weitere plattdeutsche Wörter ergänzt. Zum Teil sind sie bekannter Heimatliteratur entnommen. Sie stammen aber auch dem täglichen Sprachgebrauch der Autoren. Dabei sind viele Wörter aufgenommen worden, die heute kaum noch ge- braucht werden. Sie sollen nicht verloren gehen.

Das Buch ist in erster Linie als Nachschlagewerk gedacht für Personen, die für ein plattdeutsches Wort ein hochdeutsches suchen bzw. wissen möchten, was es bedeutet. Insbesondere soll das Buch zur Erhaltung und Förderung der plattdeutschen Sprache beitragen, damit sie an die nachkommenden Generationen wei- tergegeben werden kann.

156 Seiten, PVC-Weichfolieneinband
ISBN 978 – 3 – 981 8211 – 2 – 3
Verkaufspreis: 12,00 €

Erhältlich im Buchhandel sowie beim Groafschupper Plattproater Kring, Emslandstraße 20, 49824 Emlich- heim, Tel. 05943 4585, e-mail: albert.roetterink@t-online.de

Autorenregister

Elskamp, Karl-Heinz
Schüttorf
Geboren bin ick Mai 1935. Upwassen un met de Plattdütsche Sproake groot wodden bin ick in Schüttrup. Dat et ock noach ‚ne Hoachdütsche Sproake gaff , heb ick erst in de Schole begräppen. Bi de Arbeit later ve- bünn us de Plattdütsche-Sproake un mök us de Arbeit lichter. Vandage mak ick met bi de Platt AG van‘n Kreis. Un tesammen met denn Heimatverein in Schüttrup, vesök wie de Plattdüt- sche-Sproake te erholten, so dat usse Kinner velicht moal scggen könnt, dat heb i gud doan. Denn well Plattdüsch kann, de kann‘ne Sproake meär.

Lambers, Steven
Laar
Ick bin 1946 ien Nijnhus geboaren, ien Agterhöarn upwassen en met Plattdütsch groot wödden. Düütsch was föar mij de eärste Frömdsproake. Ock vandage proat ick noch geärne Platt. Ien de 40 Joar as Mäister an de Grundschole ien‘t Loar hebb ick heel wat Kinner de plattdüütsche Sproake nöager bracht. Et heff mij ‚ne Masse Pleseär maakt an de Materialsammlung „Grafschafter Platt für den Schulunterricht“ en an dit Wöardebook mettewarken. Ick bin Lidd van de Platt- AG bij‘n Landkreis en help ock met ien de Jury van‘n Lesewettbewerb „Schüler lesen Platt“.

Rötterink, Gertrud
Emlichheim
Ien 1948 bin ick ien Notthoam geboren en ien Emmelkamp upwassen. Bij ouns in Huus wödd‘de alltied Platt proat‘. En soamet leärde ick eärst in‘n Kinnergoaren en doarnoa in de Schole Hochdüütsch. Dat güink wall good van Stee. Men bis vandage is mij dat Plattproaten dat Leewste. Ma kann doar soa alls met utdrükken, wat dat daang- sche Lewen utmaakt. Soagedöanig bin ick bliede, dat Plattdüütsch miene Modersproake is.

Schoo, Harm Hindrik
Nordhorn
Geboren bin ick 1948 ien Emmelkamp, ‚ne Tied, du noch ien ‚ne masse Huushoalde ien de Groafschup Bäinnthem Platt proat wööd. Soa was dat ock ien mien Ollershuus, en doarmet was Plattdütsch de eärste Sproake de ick leärt hebbe. Met‘t Hochdüütsche kreg ick et eärst ien de Schole te doon en doarmet was ick nich alleen, föar heel völl van ounse Schoolklasse was Hochdüütsch de eärste frömde Sproake. At ick van- dage trüggedäinke, köm‘m wij doar dumoals gawe met terecht. Men lange Tied hadde ick dat Gefööl, dat Löö, de van Beginn of an Hochdüütsch proatden, wat Betteres wan‘n. Joaren later was ick bliede, dat ick Platt vestoan en proaten kunn. Ick kömm d‘r achter, wat Plattdü- ütsch van ‚ne moije Sproake is. Vandage, woar ick in Räinte bin, hebb ick de Tied fünnen, mij noch meär föar dat Plattdüütsche ientosetten, want et is föar mij nich bloos ‚ne Sproake. Met de veschillenen Wöarde en Utdrücke, de man ient Hochdüütsche nich fi nd, beschrift de Sproake Laund en Löö, at et better nich kann.

Stegemerten, Gertrud
Gildehaus
1940 in Bad Bempen up de Welt kummen, Veköperin leärt un paar Joar later traut un twäi Sönn‘s kregen. Miene Öllern, miene Süsters, mien Broar un ick wunden met de Groatöllern in een Huus, in de Landge- meende Wessenbrook, wat nou to Bempen höart. Bij us wöar bloas Platt kürt. Vull Pleseär maakt et mij, Gedichte un Sketsche up Platt te schriewen. All n‘n heelen Sett bin ick Lidd in „Groafschupper Plattproater Kring“. Bij „Schüler lesen Platt“ bin as Jury debij.

Vette, Berend
Neuenhaus
Ik bin 1943 in Hilten geboarn en ien Grastrup upwassen. Dan kann men wal begriepen, dat Plattdütsch miene Modersproake is en Hochdütsch de eärste Frömdsproake, de ik met voll Möjte leärt hebbe. En dat Plattdütsch heff ’t mij aijt andoan, of dat ien Ostfreeslaund was of hier. Dorüm do ik ock met ien de Platt-AG van‘n Landkreis un hebbe geärne metwarkt an dit Wöardenbook.